Adventsfahrt 2013

The Pullman goes to Scotland

Einmal mehr war die Adventsfahrt innert kurzer Zeit ausgebucht!

Mit Ausgangspunkt Chur führte sie durchs Prättigau, durch den Vereina nach Scuol und dem Inn entlang nach Samedan. Einmal mehr begleitete uns die Sonne und auch die Landschaft war schnee-gezuckert.

146 froh gestimmte Gäste waren dabei, begrüssten sich gegenseitig und freuten sich über das Wiedersehen und auf die Dinge, die da kommen sollten. Der nostalgische Extrazug, wiederum in stolzer Länge mit 11 Wagen und zwei Loks – für RhB-Verhältnisse ein doch ansehnlicher Zug.

Vier Speisewagen verbreiteten schon bei Abfahrt herrliche Düfte. „Schottland“ war angesagt.

Tomatencremesuppe mit Whisky

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Warmer Bridie (Fleischpastete) an Selleriesalat mit Walnüssen und Sauce Cumberland

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Rindsschmorbraten „Highländerart“ in Whiskybeize und Wurzelgemüse eingelegt an aromatischer Rotweinsauce, Kartoffelstock mit Kräutern, Schwarzwurzeln und Rüebli.

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Dies alles serviert zwischen Scuol-Tarasp und Samedan und gekocht in den kleinen Küchen der Speisewagen.

Zur Einstimmung gabs in den Pullman-Wagen Pizzette und Sekt.

Die Reiseleitung: Patrick - echt schottisch mit ebenso echtem Prättigauer Dialekt. Der Zugchef Andreas, charmant wie immer, in blauem Blazer.

In Samedan Dislozieren in die grosse Halle der RhB - Betriebswerkstätte, wo auf Festbänken Kerzen Feststimmung verbreiteten. Dafür war ein Schwesterverein von historic RhB, der Club 1889, verantwortlich.

Bevor man sie sah waren sie zu hören: die Bordunien, eine Dudelsackformation aus Wald ZH vom Zürcher Oberland. Unter ihnen auch Patrick, Vorstandsmitglied von Pro Salonwagen. Er wie alle in Schotten-Montur. Was die 8 Musiker in ihrem zweimal 30 minütigen Auftritten boten, war grossartig. Nicht nur die bekannten Melodien, auch „Schweizer Heimatweisen“ auf Dudelsack. Wie sich herumsprach gibt es schweizweit neben den Bordunien nur noch etwa zwei Formationen mit diesem speziellen Schweizer Medley. Dem Publikum gefiel es sehr.

Zwischendrin dann ein reiches Dessertbuffet, serviert von Frauen und Männern des Clubs 1889, die sich in ihrer Freizeit als Frondienstler mit der Restaurierung von historischen Bahnwagen und Loks beschäftigen. Zwei dieser Veteranen, die G3/4 „Heidi“ und der F4004, dienten in der Werkhalle als Kulisse.

Einige Mitglieder nutzten die Gelegenheit um die im Depot Samedan abgestellten historisch Loks zu bestaunen. Wo hat man schon die Möglichkeit Loks, wie Ge6/6 „Krokodil“, Ge4/6 „Oerlikoner“, Ge2/4 und der Triebwagen ABe4/4 „Fliegender Rätier“ zusammen zu sehen?

Über die Albulastrecke führte die Fahrt zurück nach Chur. Im Barwagen gabs Absacker oder man genoss die übliche gelöste Atmosphäre und rätselte, wohin die nächste Adventsfahrt wohl führen möge. Dass man wieder dabei sein wird, war bereits klar.

hoc


Fotos: S. Heldstab, B. Willen, H Weidmann